Über BIK Apollon
 
In eigener Sache, etwas ausführlicher

Seien Sie herzlich willkommen auf dem Außenseiterportal B•I•K Apollon.
Die Idee für diese Domain entstand aus dem Willen heraus, einen regional ausgewählten Beitrag zur Verbreitung von Kulturveranstaltungen mit Ausnahmecharakter zu leisten. In bescheidenem Maße möchte Sie B•I•K Apollon getreu der Historie um die Stadt Delphi in eine Art Tempel locken, in dem es vor allem um die Kunst geht,
die Bildende wie die klassisch musikalische, aber auch um Stoffe darüber hinaus.

Namhafte wie aufstrebende Künstler und Ehrgeizige, die vielleicht einmal dazuzählen präsentiert B•I•K Apollon mit deren Ausdrucksweise, weil sich Wege kreuzten. Verbunden damit sind herausragende, unvergessliche und beeindruckende, aber auch temporär wirkende Ereignisse mit teilweise schnellem Verfallsdatum. Ausstellungen scheinen samt Widerhall ein prägnantes Spiegelbild zu sein.

Gerade wissenschaftlich und handwerklich fundierte Kunst der Vergangenheit, also oft bestaunte künstlerische menschliche Höchstleistungen, haben uns über viele Jahrhunderte hinweg Erkenntnisse über einstige hochentwickelte Kulturen überliefert. Über die würde man heute ansonsten wohl kaum etwas wissen. Der vormals über Zeiten heilig gehaltene Begriff Kunst ist im Zuge moderner zeitgenössischer Entwicklung mittlerweile dermaßen verkommen, dass tatsächliche und zu ehrlicher Selbsteinschätzung befähigte Protagonisten der Künstlerzunft mit Dilettanten, Möchtegernen und Scharlatanen in einen Topf geworfen werden. Hochgeachtetes handwerkliches Können, gepaart mit außergewöhnlicher Begabung bis hin zu genialischem und überdurchschnittlichem Talent gelten nicht mehr als entscheidende Bewertungsmaßstäbe.

Der Maler Gotthard Krupp urteilt: Bildende Kunst eignet sich als originäres Spekulationsobjekt zur Profitmaximierung. Ähnlich wie Aktien oder andere Instrumente der Finanzspekulation, verliert ein Kunstwerk seinen Charakter als, wenn auch besonderes, „Gebrauchsgut“. Kunst wird zu einem Objekt, das nur der Spekulation dient. Der Gewinn resultiert nicht aus dem Wert, den die Gesellschaft den Kunstwerken zuspricht, sondern aus der Vorstellung, dass sie einen vermeintlichen Wertgewinn produzieren könnte. Das sei im Kapitalismus zwar schon immer so gewesen, neu daran wäre jedoch, dass sich viele Kunstmanager, -verwalter, -politiker, -sammler in dieser absurden Welt wohlfühlen. Sammler und Händler, zitiert Krupp die Museumsleiterin Katja Blomberg, entschieden sich wie auf dem Aktienmarkt: Wer das Spiel durchschaut, braucht kaum noch auf das Werk zu schauen. Dazu meint er weiter: Wer dieses Börsen-Feeling einer auf Spekulation basierenden Welt genießen will, der gehe auf das Artforum. Ja es gebe auch Bilder dort, aber um die gehe es in diesem Zirkus schon lange nicht mehr. Warum sollte es in der Kunst anders sein als in der Realwirtschaft. Konzerne realisierten ihre Profite immer weniger in der Produktion, also wichen sie in Spekulation aus. Die krisenhaft auf Finanzmärkten verschwundenen Milliarden seien kein Unfall sondern systembedingt. Der Verlust aus aufgelegten Kunst-Fonds ist da samt Kunstwerken als akzeptierte Sicherheiten für Kredite einbezogen. Bei Kunst als Spekulationsobjekt konzentriere man sich auf wenige „gute“ Profitbringer. Der Rest werde fallengelassen. So bedienten bis zu 40 Künstler weltweit globale Geld-Eliten, was zwar nur zwei Prozent aller internationalen Transaktionen ausmache. Doch die reichen Sammler, kunstversiert oder nicht (bik-apollon), gäben damit vor, was alle auf dem allgemeinen Kunstmarkt haben möchten.

So aussichtslos es ist derzeit Kunst bei allem Missbrauch und unablässigen Verhunzungen zu definieren oder allgemeingültig beurteilen zu können, hat sie immer noch den Bonus der Lauterbarkeit. Was wohl am traditionellen Erbgut, am unablässigen menschlichen Drang nach Schöngeistigem und am Ruf authentischer Künstler liegt. Alles in Allem ist der Dunstkreis um diese Tugenden in seinem Ausmaß mittlerweile so erschreckend expandiert, dass sich selbsternannte Künstler oder von anderen als Künstler Apostrophierte endlos ausufernd als Trittbrettfahrer produzieren können. Sie müssen keinen oder kaum Widerspruch fürchten, denn unentbehrliche Meisterschaft für das eigentlich hochqualifizierte Metier wird nicht mehr vorausgesetzt. In einer moneybetonten Gesellschaft geistigen Verfalls darf man sich nicht über öffentliche Verbreitung von Trivialem, zunehmende Ignorierung anspruchsvollen Kultur- und Kunstgeschmacks sowie über Dummheit, Selbstüberschätzung oder Egozentrik – alles massenhaft dimensioniert – wundern. Zum Glück gibt es noch die Könner in der Kunst (manchmal schon Solitärkunst genannt), die Vielfalt oder Spezielles konkreter Ausdrucksformen und -richtungen beherrschen. Die damit Ästhetik, aufrüttelnde Provokation oder gesellschaftliche Reizthemen als Berufskünstler befördern, wie das in ihrer Sprache einzigartig möglich ist.

Kunst meint laut einer Begriffserklärung allgemein jede Fertigkeit oder Geschicklichkeit eines Menschen aus der etwas im Gegensatz zur Natur künstlich Geschaffenes hervorgeht. Im engen Sinne umfasst sie danach die Schöpfung bzw. Gesamtheit der Kunstwerke mit all ihren Gattungen. Zumeist wird sie auf bildende Künste reduziert. Aber gerade hier sind qualitative Normen niemals Gegenstand. Es kann keinen für alle Zeiten gültigen Kunstbegriff geben. Wie er in jeder Epoche und Gesellschaft verschieden ausgelegt wurde, so handhabt man ihn heute auf vorherrschender materieller Grundlage nach entsprechendem Gegenwartsgeschmack. Nach diesem richten sich Wert und Bedeutung des einzelnen Kunstwerkes. Während zur aktiven Beschäftigung mit klassischer Musik selbstredend akzeptiert wird, dass man beispielsweise erst einmal ein Instrument zum Musizieren beherrschen muss, sieht es beim „Bildnerischen“ anders aus. Da kann schon das Abstreichen eines in Farbe getunkten Pinsels auf einer Unterlage als „Kunst“ gelten. Und sogar noch Bestätigung finden, wenn der Erguss einen Käufer findet.
Solange mehr oder weniger unbedarfter wollüstiger Malspaß im stillen Kämmerlein zur eigenen Befriedigung und der unmittelbar Drumherumbefindlichen abläuft, ist es harmlos. Doch oft geht die Mallibido einher mit dem egozentrischen unstillbaren Verlangen nach Öffentlichkeit. Aber gerade da beginnt die oft verkannte Verantwortung gegenüber erwartungsvollen Ausstellungsbesuchern. Vielleicht ist der eigene aufzuerlegende Anspruch (wozu man zur Selbstkontrolle fähig sein muss) letztlich das einzige Kriterium bei der qualitativen Bewertung in der Bildenden Kunst. Bewußt oder sorglos naiv ergibt sich eine ungeheure selbstbestimmte Freiheit darüber zu entscheiden ob man beiträgt zur Bildung oder Verblödung seiner Mitmenschen. Subjektiv bleibt allemal wie das betrachtende Publikum mit mehr oder weniger Freude an der Auseinandersetzung öffentlich zugängliche Arbeiten der Profis wie der Einsteiger oder aber der Bastler aufnimmt. Auf dieser Internetseite kann vielleicht dazu angeregt werden.

Klar ist, dass Unternehmen und anderen Einrichtungen wie auch Privatpersonen, die der Kunst bzw. Kultur wohl gesonnen sind, in der Domain gebührender Platz eingeräumt wird. B•I•K Apollon steht an der Seite derer, die für den Humanismus mit all seinen Werten einstehen. Der Domainname leitet sich im übertragenen Sinne ab aus der Legende über den Zeussohn Apollon, Symbolfigur der Künste, aber auch Gott der Gerechtigkeit, des Lichtes, des Unterganges, genauso wie des Friedens, des geordneten Zusammenlebens und der weisen Voraussicht. Die Domain ist mit bestimmten Insiderthemen trotz begrenzter Möglichkeiten Verbündete von Aktiven, die sich selbstlos für den Erhalt noch vorhandener Tier- und Pflanzenwelt einsetzen. Der Kampf um den Schutz der Kreaturen, die dem Menschen wehrlos ausgeliefert sind, nimmt da eine besondere Stelle ein. B•I•K Apollon ist Gegner hofierten Flachgeistes und gesellschaftlich zunehmender geistiger Verwahrlosung.